Besonders deutlich wird das bei der Trauer.
Es ist nachvollziehbar, Trauer vermeiden zu wollen: Diese Gefühle tun weh.
Und gleichzeitig liegt genau darin eine Verbindung: zu dem, was wir verloren haben und zu dem, was uns wichtig ist.
Trauer kann das Leben auf den Kopf stellen. Mit einem Verlust zu leben, braucht Kraft.
Viele versuchen, weiter zu funktionieren.
Und oft wird es dadurch eher schwerer, weil ein wichtiger Teil keinen Raum bekommt.
Du musst da nicht allein durch. Gerade hier kann es entlastend sein, sich begleiten zu lassen.
Gefühle zeigen ist menschlich
Immer wieder höre ich – vor allem von jüngeren Männern – dass sie sich schämen, bei emotionalen Filmen zu weinen.
Dabei ist genau das menschlich. Du lässt dich berühren und zeigst, dass du mitfühlen kannst.
Vom Kopf ins Gefühl
Ich empfinde es als wichtig, Gefühle bewusst wahrzunehmen – egal, ob sie im Alltag entstehen oder durch etwas von außen angestoßen werden.
Sie öffnen Türen zu uns selbst. Und manchmal verändern sie den Blick auf das, was ist.
Nach dem Film habe ich meinen Hund mit anderen Augen betrachtet und ihn noch öfter in den Arm genommen.
Wenn Fühlen sich verändert
Meine Klientin hat ihren Satz übrigens nicht gesagt, um Gefühle abzuwerten.
Eher im Gegenteil. Es schwang auch etwas anderes darin mit: eine leise Sehnsucht.
Sie ist sehr verkopft und beginnt langsam wahrzunehmen, wie sich ihr Leben verändert, wenn sie mehr fühlt und nicht immer nur funktioniert.
Gefühle zulassen verändert etwas
Schon oft durfte ich Menschen auf dieser lebensverändernden Reise begleiten – vom Kopf ins Gefühl. Mich macht das sehr dankbar.
Und jedes Mal wird deutlich: Wenn Gefühle Raum bekommen, verändert sich etwas.
Das passiert nicht über Nacht und ist auch nicht immer leicht – aber spürbar.
Wir dürfen berührt sein von dem, was wir sehen und erleben. Genauso dürfen wir auch wahrnehmen, was in uns gerade wichtig ist.