Selbstbestimmt entscheiden

Warum es kein „richtig“ oder „falsch“ braucht

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Entscheidungen können leicht sein – und manchmal unglaublich schwer.
Oft mischen sich Gefühle, Unsicherheit und die Frage hinein, ob wir wirklich „gut“ entschieden haben. Meist wissen wir es erst später – wenn wir sehen, wie es sich anfühlt oder was daraus entsteht.

Jeden Tag treffen wir unzählige Entscheidungen.
Sie unterscheiden uns voneinander und prägen unser Leben.
Wir entscheiden, weil wir sind, wie wir sind – und Entscheidungen formen gleichzeitig, wer wir werden.

Richtig oder falsches Entscheiden? – Warum es oft um etwas anderes geht

Manche Entscheidungen stoßen bei anderen auf Unverständnis, weil sie anders handeln würden.

Doch wer entscheidet dann „richtig“?
Und wer „falsch“?

Vielleicht geht es gar nicht darum.

Selbstbestimmt entscheiden: Was bedeutet das?

Vielleicht geht es darum, selbstbestimmt zu entscheiden – so, wie es zu dir, deinen Werten und deiner Haltung passt.

Eine Entscheidung zeigt immer etwas über einen Menschen in genau diesem Moment:
über sein Empfinden, seine Prioritäten, seine Richtung.

Selbstbestimmt entscheiden – auch wenn andere es anders sehen

Nicht jede Entscheidung ist „gesellschaftsfähig“. Manchmal widerspricht sie Erwartungen:

  • den sicheren Job behalten
  • für erstrebenswerte Werte stehen
  • für ein langes Leben kämpfen, weil das ein wichtiges Ziel ist
  • für die Familie alles tun

 

Wenn jemand bewusst anders entscheidet, sorgt das oft für Irritation, Diskussionen oder sogar Konflikte.

Heute kann ich vielen Entscheidungen etwas abgewinnen – auch solchen, die ich selbst so nicht treffen würde. Menschen haben immer Gründe. Wir kennen sie nur nicht immer.

Verantwortung gehört dazu

Wichtig ist für mich:
Menschen sollten frei entscheiden dürfen – und dann auch die Verantwortung tragen.

Dazu gehört auch:

Sich wieder umentscheiden zu dürfen,
wenn etwas nicht guttut oder anders wird als gedacht.

Jede Entscheidung hat Konsequenzen – besonders dort, wo Beziehungen betroffen sind.

  • Manches bringt uns näher.
  • Manches schafft Abstand.
Entscheidungen akzeptieren – auch wenn sie weh tun

Vielleicht ist es Zeit, dass wir lernen:

Menschen entscheiden, wie sie es für richtig halten.

Wir können Gedanken teilen, Fragen stellen, alternative Perspektiven anbieten.
Aber irgendwann braucht es Akzeptanz.

Zu erkennen:

„Das ist ihre / seine Entscheidung – auch wenn ich sie anders treffen würde.“

Und dann loszulassen, wo wir nicht mitentscheiden können.

Denn:

Wer bleiben will, bleibt.
Wer gehen will, geht.

Nicht alles liegt in unserer Hand.

Manchmal ist es Freiheit – so schwer es fällt – jemanden gehen zu lassen.

Deine Entscheidung: Wie gehst du damit um?

Am Ende bleibt auch deine eigene Entscheidung:

  • Wie gehe ich mit den Entscheidungen anderer um?
  • Wer kann mich unterstützen, wenn ich selbst vor schwierigen Entscheidungen stehe?

Vielleicht geht es nicht darum, perfekt zu entscheiden, sondern bewusst, verantwortlich und so, dass es zu dir passt.

 

Zum Weiterlesen

Was du gegen Perfektionismus tun kannst

Über die Autorin

Ich bin Uta und begleite als Psychologin Menschen in schweren Zeiten und an persönlichen Wendepunkten – mit Klarheit und menschlicher Nähe.

Wenn ich dich bei wichtigen Entscheidungen unterstützen kann, damit sie zu dir passen, buch dir hier gerne ein unverbindliches Kennenlerngespräch.

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